Die richtige Intimpflege: Was deinem Intimbereich wirklich gut tut
Vielleicht kennst du das auch: Du willst bei deiner Intimpflege alles richtig machen – und bist trotzdem unsicher. Reicht Wasser allein aus? Sind spezielle Intimpflegecremes und -produkte sinnvoll? Und warum fühlt sich dein Intimbereich manchmal einfach anders an, obwohl du nichts verändert hast?
Diese Verunsicherung ist ganz normal. Denn zwischen gut gemeinten Tipps und widersprüchlichen Empfehlungen aus dem Internet fällt es vielen schwer, herauszufinden, was richtige Intimpflege für Frauen nun eigentlich bedeutet.
In diesem Artikel erfährst du, worauf es wirklich ankommt, wie du deinen Intimbereich im Alltag sanft unterstützen kannst und was in verschiedenen Lebensphasen wichtig ist.
Lies weiter, um Folgendes zu erfahren:
Was bedeutet Intimpflege eigentlich?
Intimpflege wird oft mit „gründlichem Reinigen“ gleichgesetzt. Aber genau hier beginnt das Missverständnis. Denn richtige Intimpflege für Frauen heißt nicht, möglichst viel zu waschen, sondern den Intimbereich so zu pflegen, dass sein natürliches Gleichgewicht erhalten bleibt.
Wichtig ist dabei, zwischen Vagina und Vulva zu unterscheiden. Die Vagina liegt im Inneren des Körpers und ist so aufgebaut, dass sie sich durch natürliche Abläufe selbst reguliert und selbst reinigt. Das heißt, sie verfügt über natürliche Prozesse, die das Scheidenmilieu im Normalfall im Gleichgewicht halten. Eine zusätzliche Reinigung im Inneren ist daher in der Regel nicht nötig.1
Die Vulva hingegen ist der äußere Intimbereich. Also der Teil, den du beim Duschen oder Waschen pflegst. Intimpflege bezieht sich daher vor allem auf die Vulva, nicht auf das Innere der Scheide.
Warum das wichtig ist? Weil dein Intimbereich besonders sensibel auf äußere Einflüsse reagiert. Zu häufiges Waschen2, aggressive oder parfümierte Intimpflegeprodukte können die natürliche Scheidenflora stören und aus dem Gleichgewicht bringen3 – selbst dann, wenn die Pflege gut gemeint sind.
Warum Intimpflege trotzdem wichtig ist
Auch wenn sich die Vagina selbst reinigt und schützt, spielt Intimpflege dennoch eine wichtige Rolle. Sie hilft dir, Veränderungen im Scheidenmilieu früh wahrzunehmen und sensibel mit deinem Körper umzugehen.
Das Ziel einer bewussten Intimpflege ist es deshalb nicht, dieses sensible System zu „korrigieren“. Es geht vielmehr darum, unterstützende Bedingungen zu schaffen, unter denen sich deine Vaginalflora möglichst selbst stabilisieren kann.
Achte deshalb auf Signale wie veränderten Ausfluss, ungewohnten Intimgeruch oder andere Beschwerden wie Jucken, Brennen oder Trockenheit. Sie können ein Hinweis sein, genauer hinzuschauen und bei Bedarf Rat bei deiner Gynäkologin oder deinem Gynäkologen einzuholen.
Intimhygiene und -pflege für Frauen im Alltag – weniger ist mehr
Für die weibliche Intimhygiene gilt oft: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Denn zu viel Pflege kann das empfindliche Gleichgewicht deiner Vaginalflora eher stören, als sie zu unterstützen.
Häufige Fehler bei der Intimpflege
Für die tägliche Intimhygiene reicht lauwarmes Wasser meist völlig aus. Wenn du dich jedoch wohler damit fühlst, zusätzlich Intimpflegeprodukte wie Cremes oder Lotionen zu verwenden, sollten diese mild, unparfümiert und pH-neutral sein. Denn aggressive Inhalts- oder Duftstoffe können die Schleimhäute dagegen sogar reizen und das Risiko für Scheideninfektionen erhöhen.3
Vermeide daher lieber4:
- parfümierte Waschlotionen oder Feuchttücher
- zu häufiges Waschen
- starkes Reiben mit einem Waschlappen oder Handtuch
Kleidung, Feuchtigkeit und Reibung
Auch die richtige Umgebung spielt bei der weiblichen Intimpflege eine entscheidende Rolle. Atmungsaktive Unterwäsche aus Baumwolle hilft zum Beispiel, Feuchtigkeit abzuleiten. Sehr enge Kleidung oder synthetische Materialien können Wärme und Nässe dagegen stauen: Bedingungen, unter denen sich unerwünschte Keime leichter vermehren können.
Nach Sport, Schwimmen oder starkem Schwitzen lohnt es sich außerdem, nasse Kleidung zeitnah zu wechseln, um Reibung und Feuchtigkeit im Intimbereich möglichst gering zu halten.
Intimpflegeprodukte – Welche Möglichkeiten gibt es?
Für die Intimpflege im Alltag gibt es unterschiedliche Möglichkeiten – von Wasser bis hin zu speziell entwickelten Pflegeprodukten für den Intimbereich. Welche Intimpflegeprodukte für Frauen sinnvoll sein können, hängt dabei vor allem von den persönlichen Bedürfnissen und der jeweiligen Situation ab.
Im Folgenden findest du eine kurze Übersicht darüber, welche Optionen es gibt.
Waschlotionen und Reinigungsschaum für die Vulva
Für die äußere Intimpflege kann ein Reinigungsschaum oder eine sanfte Waschlotion sinnvoll sein. Vor allem dann, wenn du dich mit Wasser allein nicht wohlfühlst. Wichtig ist, dass sie speziell für den Intimbereich entwickelt wurde und den pH-Wert nicht beeinflusst.
Eine Möglichkeit ist zum Beispiel der seifenfreie Mikroschaum Multi-Gyn FemiWash. Mit ihm kannst du die äußere Vulva sanft reinigen und dabei den natürlichen pH-Wert der Vaginalflora bewahren.
Tipp: Der Reinigungsschaum ist nicht nur geeignet für die tägliche Intimpflege, sondern er eignet sich auch für eine sanfte Rasur.
Intimpflege-Cremes und -gele bei Trockenheit
Sollte sich deine Scheide trocken oder gereizt anfühlen, kannst du hormonfreie Intimpflege-Cremes oder -gele nutzen, die den natürlichen Feuchtigkeitsfilm der Vaginalschleimhaut unterstützen.
Sie werden in der Regel mindestens einmal am Tag oder nach Bedarf auf die Scheide aufgetragen und/oder mit einem Applikator in die Vagina eingeführt. Einige Produkte enthalten zusätzlich den Extrakt der Aloe barbadensis, der die Schleimhaut beruhigt und das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora unterstützt.
Für die tägliche Intimpflege eignet sich zudem die Multi-Gyn FeuchtCreme. Sie enthält echte Milchsäure, die hilft, den pH-Wert der Scheide zu stabilisieren und Feuchtigkeit langfristig zu bewahren. Du kannst die Creme bequem in Apotheken, Drogerien oder Online-Apotheken kaufen, ganz ohne Rezept.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, welche Hausmittel bei Scheidentrockenheit helfen können, lies gerne in diesem Artikel weiter.
Vaginalduschen
Vaginalduschen sind eine weitere Möglichkeit der Intimpflege. Sie werden von einigen Frauen situationsabhängig genutzt, zum Beispiel bei dem Wunsch nach zusätzlicher Frische oder Reinigung nach der Periode. Mit der Multi-Gyn Vaginaldusche & Brausetabletten zum Beispiel kannst du sanft und ohne Duftstoffe den inneren Vaginalbereich reinigen.
Sanfte Pflegeprodukte für unterwegs
Du kennst das vielleicht: Unterwegs oder auf Reisen ist es oft nicht möglich, den Intimbereich mit einem Schaum oder Gel zu reinigen. Hier erweisen sich Intimpflegetücher als äußerst praktisch.
Die Frische-Intimtücher MultiGyn-IntiFresh zum Beispiel wirken kühlend und geruchsneutralisierend und lassen sich dank einer wiederverschließbaren Packung gut mitnehmen. Du erhältst sie in Drogerien und Online-Apotheken.
Intimpflege in besonderen Lebensphasen
Hormonelle Veränderungen können deinen Intimbereich zeitweise empfindlicher machen. Umso wichtiger ist es daher, in solchen Phasen noch stärker auf eine sanfte Intimhygiene zu achten.
Intimpflege in der Schwangerschaft
Wenn du schwanger bist, verändert sich dein Körper auf vielen Ebenen – und das zeigt sich auch im Intimbereich. Hormonelle Umstellungen, insbesondere der steigende Östrogenspiegel, führen dazu, dass die Vaginalschleimhaut stärker durchblutet ist. Die Folge: Mehr Ausfluss in der Schwangerschaft, ein sensibleres Scheidenmilieu oder vorübergehende pH-Schwankungen sind daher völlig normal.
Die Intimpflege in der Schwangerschaft braucht deshalb oft etwas mehr Aufmerksamkeit. Mit ein paar sanften Routinen kannst du deinen Intimbereich unterstützen und dich insgesamt wohler fühlen:
- Trage atmungsaktive Kleidung und Baumwollunterwäsche
- Meide sehr enge Kleidung, die Reibung und Feuchtigkeit begünstigen kann
- Reinige den Intimbereich mit Wasser oder milden, pH-angepassten und parfümfreien Produkten
- Trockne den Intimbereich vorsichtig ab, ohne zu rubbeln
- Verzichte auf Intimsprays, Deos oder häufige Spülungen5
- Nutze bei Bedarf weiche, unparfümierte Slipeinlagen
- Achte auf ausreichendes Trinken und eine ausgewogene Ernährung
- Versuche, Stress zu reduzieren – auch die Vaginalflora reagiert auf hormonelle Belastung
Intimpflege nach der Geburt
Nach der Geburt verändert sich das hormonelle Gleichgewicht erneut. Das kann dazu führen, dass viele frischgebackene Mamas ähnliche Symptome wie in den Wechseljahren spüren.6 Brennen, Spannungsgefühle oder Schmerzen beim Sex sind daher keine Seltenheit.
Gut zu wissen: Scheidentrockenheit in der Stillzeit ist in der Regel kein Zeichen von Krankheit, sondern ein vorübergehendes Signal, dass dein Körper gerade etwas mehr Feuchtigkeit und Fürsorge braucht. Auch in dieser Phase kannst du auf medizinisch geprüfte Gele oder Cremes zurückgreifen, die den natürlichen Feuchtigkeitsfilm der Scheidenschleimhaut unterstützen.
Multi-Gyn FeuchtCreme zum Beispiel trägt dazu bei, das Scheidenmilieu zu stabilisieren, spendet Feuchtigkeit und unterstützt das natürliche Gleichgewicht, ganz ohne Duftstoffe oder Hormone.
Intimpflege in der Schwangerschaft
Nach der Geburt verändert sich das hormonelle Gleichgewicht erneut. Das kann dazu führen, dass viele frischgebackene Mamas ähnliche Symptome wie in den Wechseljahren spüren.6 Brennen, Spannungsgefühle oder Schmerzen beim Sex sind daher keine Seltenheit.
Gut zu wissen: Scheidentrockenheit in der Stillzeit ist in der Regel kein Zeichen von Krankheit, sondern ein vorübergehendes Signal, dass dein Körper gerade etwas mehr Feuchtigkeit und Fürsorge braucht. Auch in dieser Phase kannst du auf medizinisch geprüfte Gele oder Cremes zurückgreifen, die den natürlichen Feuchtigkeitsfilm der Scheidenschleimhaut unterstützen.
Multi-Gyn FeuchtCreme zum Beispiel trägt dazu bei, das Scheidenmilieu zu stabilisieren, spendet Feuchtigkeit und unterstützt das natürliche Gleichgewicht, ganz ohne Duftstoffe oder Hormone.
Intimpflege in den Wechseljahren
In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die Schleimhäute dünner und trockener machen kann. Viele Frauen erleben den Intimbereich dann als empfindlicher.
Sanfte, feuchtigkeitsspendende Intimpflegeprodukte, die zum Beispiel Aloe Vera oder Hyaluronsäure enthalten, werden in dieser Zeit oft als besonders angenehm empfunden.
Hilft Intimpflege gegen unangenehmen Geruch?
Vielleicht wirkt das für dich überraschend, aber ein veränderter Intimgeruch hat oft nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Die Scheide reinigt sich selbst und ein leichter Eigengeruch ist völlig normal. Gerüche entstehen häufig dann, wenn sich die Vaginalflora oder der pH-Wert vorübergehend verändern.
Dafür gibt es viele mögliche Gründe: zum Beispiel hormonelle Schwankungen im Zyklus, während der Periode, in der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren.6/7/8 Aber auch Stress, Schweiß, enge Kleidung und Sperma können den Intimgeruch kurzfristig verändern.9
Wichtig ist hier die Abgrenzung: Hält ein unangenehmer, fischiger oder stark veränderter Geruch an, kann auch eine Scheideninfektion wie eine bakterielle Vaginose dahinterstecken. Sollte diese diagnostiziert werden, bedeutet das jedoch nicht, dass du bei deiner Intimpflege etwas „falsch” gemacht hast.
Vielmehr ist es oft eine Kombination aus verschiedenen inneren und äußeren Einflüssen, die das empfindliche Gleichgewicht deiner Vaginalflora stören können. (Mehr zu den häufigsten Ursachen einer bakteriellen Vaginose erfährst du in diesem Artikel.)
Sanfte Intimpflege hat daher nicht das Ziel, Gerüche zu beseitigen, sondern soll vor allem vermeiden, das natürliche Gleichgewicht der Vaginalflora zusätzlich zu stören.
FAQs zur Intimpflege
Wie oft sollte ich den Intimbereich waschen?
In der Regel reicht es aus, wenn du den äußeren Intimbereich einmal täglich reinigst. Die Scheide ist ein sich selbst reinigendes Organ. Deshalb kann zu häufiges oder intensives Waschen die Haut eher reizen und die Vaginalflora durcheinanderbringen, als sie zu schützen.10
Reicht Wasser für die tägliche Intimpflege aus?
Kurz gesagt: Ja, lauwarmes Wasser ist im Grunde ausreichend. Viele Frauen fühlen sich jedoch wohler damit, zusätzlich milde, unparfümierte Produkte zu verwenden, die speziell für den Intimbereich geeignet sind. Dazu zählen zum Beispiel Waschlotionen, Reinigungsschäume wie Multi-Gyn FemiWash oder Intimpflegetücher für unterwegs.
Wichtig: Verzichte auf Seifen, Deos, parfümierte Pflege und vermeide starkes Reiben mit Waschlappen oder Handtuch.10
Welche Intimpflege ist nach der Rasur sinnvoll?
Wenn dir bei der täglichen Intimhygiene ein unangenehmer Geruch auffällt oder dieser zusammen mit Symptomen wie ungewöhnlichem Ausfluss, Juckreiz oder Brennen auftritt, ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll. Sie kann dir helfen, die Veränderungen besser einzuordnen und deine Intimgesundheit mit einem guten Gefühl im Blick zu behalten.
Wann sollte ich Veränderungen ärztlich abklären lassen?
Wenn dir bei der täglichen Intimhygiene ein unangenehmer Geruch auffällt oder dieser zusammen mit Symptomen wie ungewöhnlichem Ausfluss, Juckreiz oder Brennen auftritt, ist eine gynäkologische Abklärung sinnvoll. Sie kann dir helfen, die Veränderungen besser einzuordnen und deine Intimgesundheit mit einem guten Gefühl im Blick zu behalten.
